
Dieser „Diät-Code“ ist das, was wir den Crawlern von Google, Bing, Perplexity und Co. servieren. Der menschliche Besucher sieht weiterhin das pixelgenaue Design. Die Maschine aber erhält die pure, unverfälschte Information.
Der Lohn der Mühe: Warum das für KI-Sichtbarkeit entscheidend ist
Früher, im klassischen SEO, ging es darum, Keywords an die richtigen Stellen zu packen. Heute, im Zeitalter der KI, geht es um etwas viel Grundlegenderes: Versteht die Maschine, wer du bist und wofür du stehst?
Google selbst bestätigt das. John Mueller hat mehrfach betont, wie wichtig eine saubere HTML-Struktur ist, damit der Googlebot Inhalte effizienter parsen und verstehen kann.
Wenn generative KIs wie ChatGPT oder Google SGE eine Antwort auf eine Nutzerfrage erstellen, durchsuchen sie nicht einfach nur Webseiten nach Keywords. Sie versuchen, Konzepte, Argumente und Entitäten zu verstehen und zu synthetisieren.
- Eine Seite mit aufgeblähtem DOM schreit die KI an: „HIER SIND 200 BOXEN, IRGENDWO DARIN STEHT WAS WICHTIGES!“
- Eine Seite nach der DOM-Diät flüstert der KI ins Ohr: „Das Thema ist X. Die Kernaussage ist Y. Der Autor ist Z. Hier sind die drei wichtigsten Argumente dafür.“
Genau dieser Unterschied entscheidet darüber, ob du als Quelle zitiert, in einer KI-generierten Antwort empfohlen oder einfach ignoriert wirst. Es ist die technische Grundlage für die neue Währung im Netz: KI-Sichtbarkeit.
Deine Marke, deine Produkte und deine Expertise müssen als klare, unmissverständliche Entitäten für Maschinen lesbar sein. Die DOM-Diät ist der erste, entscheidende Schritt, um sicherzustellen, dass deine Botschaft nicht im Code-Dschungel deines Designs verloren geht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich dafür meine mit einem Page-Builder erstellte Webseite neu gestalten?
Nein, absolut nicht. Das ist ja der Kern des Ansatzes. Das visuelle Design für deine menschlichen Besucher bleibt zu 100 % erhalten. Die DOM-Diät ist eine technische Optimierungsebene, die nur für Maschinen (Crawler) wirksam wird.
Besteht die Gefahr, dass meine Seite für Besucher kaputtgeht?
Nein. Die Implementierung stellt sicher, dass menschliche Besucher immer die ursprüngliche, designte Version sehen. Nur Bots erhalten die entschlackte Variante zur Analyse.
Ist das nicht „Cloaking“ und wird von Google bestraft?
Eine berechtigte Frage. Die klassische Definition von Cloaking ist, dem Nutzer und dem Googlebot unterschiedliche Inhalte zu zeigen, um Rankings zu manipulieren. Bei der DOM-Diät zeigen wir jedoch exakt denselben Kerninhalt – dieselbe Überschrift, denselben Text, dieselben Bilder. Wir verändern lediglich die strukturelle „Verpackung“ dieses Inhalts, um ihn für die Maschine zugänglicher zu machen. Das ist vergleichbar mit der Bereitstellung einer barrierefreien Version einer Seite und dient der besseren Indexierung, nicht der Täuschung.
Gibt es dafür ein einfaches WordPress-Plugin?
Leider nein. Der Prozess erfordert eine individuelle Analyse der spezifischen DOM-Struktur deiner Webseite, da jeder Page-Builder und jedes Theme seinen Code anders generiert. Es ist keine Einheitslösung, sondern ein gezielter Eingriff in die Architektur deiner Seite.
Was ist der Unterschied zu Caching- oder Speed-Optimierungs-Plugins?
Caching- und Performance-Plugins konzentrieren sich darauf, deine bestehende Seite schneller auszuliefern. Sie komprimieren Bilder, minifizieren CSS und JavaScript und erstellen statische Versionen deiner Seite. Die DOM-Diät hingegen konzentriert sich auf die semantische Klarheit des HTML-Codes. Sie verändert die Struktur selbst, um die maschinelle Lesbarkeit und das Verständnis zu schärfen. Beide Ansätze können und sollten sich ergänzen.